“DER INSZENIERTE TOD“ – Die letzten Tage von Stefan Zweig in Brasilien

Der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.  lädt Sie zu einer Veranstaltung im Rahmen der Themenreihe „Weltweites Exil – Fluchtort Brasilien“ herzlich ein:

“DER INSZENIERTE TOD“ –
Die letzten Tage von Stefan Zweig in Brasilien

Brasilianischen Botschaft, Wallstraße 57, 10179 Berlin
Mittwoch, 24. Mai 2017 – 19 Uhr
Einlass: 18 Uhr

Stefan Zweig war in Brasilien so beliebt, dass ihm zum Kongress des Pen-Clubs im August 1936 in Buenos Aires ein Zwischen-Aufenthalt in Rio de Janeiro und São Paulo als Staatsgast ermöglicht wurde. Er war von dem „paradiesischen Land“ so begeistert, dass er die Möglichkeit wahrnahm, in der Brasilianischen Botschaft in London ein 180-Tage-Visum für sich und seine Frau Elisabeth Charlotte Altmann zu beantragen, dazu ein Transitvisum für die USA, womit ihnen die Flucht nach New York gelang.  Beim Penclub-Kongress von 1940 erhielten Lotte und Stefan Zweig in Buenos Aires das ersehnte Daueraufenthaltsrecht für Brasilien. Im August 1941 fuhren sie mit dem Schiff nach Rio de Janeiro und mieteten ab September ein Haus in Petrópolis, wo Zweig  “Die Welt von Gestern“ beendete und  die “Schachnovelle“ begann. Diese brachte Zweig am Samstag, dem 21. Februar 1942, zur Post. Zwei Tage später, am 23. Februar, nahm sich Zweig zusammen mit seiner Frau Lotte das Leben. Am Tag darauf erhielten sie ein Staatsbegräbnis in Petrópolis. Zweigs ungewöhnlicher Abschiedsbrief war an Brasilien gerichtet, eine Art nachträgliche Liebeserklärung.  Aus dem Exil hätte Heimat werden können, wenn er mehr „Geduld“ gehabt hätte, wie er schreibt. 2012 wurde das Museum „Casa Stefan Zweig“ in Petrópolis eröffnet.

Begrüßung: S.E. Botschafter Mario Vilalva          * * *        Einführung zur EXIL-Reihe: Lea Rosh

Vortrag über Leben und Werk von Stefan Zweig: Dr. Ingrid Schwamborn

Dokumentarfilm über Stefan Zweig      * * *         Lesung: Claus Dieter Fröhlich

(Bitte unbedingt Personalausweis mitbringen !!!)

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