Das Salzburger Landestheater veranstaltet vom 21. bis 29. November 2026 erstmals die „Salzburger Stefan-Zweig-Tage“. In sechs Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt widmet sich das Festival dem Leben und Werk des Schriftstellers, dessen Name untrennbar mit Salzburg verbunden ist. Intendant Carl Philip von Maldeghem möchte damit Zweigs literarisches Vermächtnis auf der Bühne, im wissenschaftlichen Diskurs und im öffentlichen Gespräch erlebbar machen und zugleich jene Fragen nach Freiheit, Menschlichkeit und Verantwortung stellen, die sein Werk bis heute aufwirft.
Den Auftakt bildet am 21. November 2026 die Premiere einer Dramatisierung der „Schachnovelle“ im Landestheater – jenes im brasilianischen Exil entstandenen Spätwerks, in dem sich Zweigs schmerzliche Erinnerung an den Verlust der österreichischen Heimat spiegelt. Die Produktion bleibt bis 25. Februar 2027 auf dem Spielplan.
Ab dem 27. November 2026 ist im Schloss Leopoldskron beziehungsweise in den Kammerspielen die theatrale Spurensuche „Declaração: Ich habe das Leben zu sehr geliebt“ zu erleben. Grundlage sind die erst kürzlich an die Universität Salzburg gelangten privaten Briefe aus dem Exilnachlass, die ein sehr persönliches Bild des Autors zeichnen. Damit verbunden ist die internationale Tagung „Stefan Zweig und der Brief“, die das Stefan Zweig Zentrum Salzburg gemeinsam mit der Universität vom 25. bis 27. November 2026 ausrichtet. Eine Diskussionsveranstaltung am 26. November um 18 Uhr im Landestheater beschließt die Reihe – dort wird auch über die Zukunft des öffentlichen Umgangs mit Stefan Zweig am Beispiel des Stefan-Zweig-Hauses auf dem Kapuzinerberg gesprochen.
Helga Rabl-Stadler, die sich besonders für die Etablierung der Stefan-Zweig-Tage eingesetzt hat, sieht darin einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg, Salzburg als Weltzentrum für den Weltautor Stefan Zweig zu etablieren.
Ausführliche Informationen finden sich in der Meldung bei DrehPunktKultur sowie beim Salzburger Landestheater.
